NUR NOCH ERINNERUNG

ich habe euch ja schon oft von meiner deutschlandzeit erzaehlt und ihr wisst sicher, dass ich deutschland immer noch sehr zugetan bin, schon allein deshalb weil meine mutter ja deutsche war und weil ich durch den militaerischen beruf meines dad’s dreieinhalb jahre lang in deutschland leben durfte.

das alles ist schon sehr lange her, aber die erinnerung ist das was geblieben ist. erst neulich habe ich euch erzaehlt wie mein leben bei euch drueben so war. ich war von meinem 12. bis zu meinem 16. lebensjahr in good ol’ Germany. da koennt ihr euch sicher vorstellen, dass ich sehr viel erlebt und vor allen dingen viel gesehen habe.  ihr koennt den eintrag den ich vor kurzem darueber geschrieben habe, im archiv  unter dem titel “leben hinterm maschendrahtzaun”  nachlesen.

meine eltern haben mir frueher erzaehlt, wie sie sich kennen gelernt haben. mein dad war ja schon mal in deutschland stationiert gewesen. zu der zeit waren deutsche und amerikaner eher feinde wegen dem krieg. aber so manch amerikanischer soldat hat sich nicht daran gestoert und hat trotzdem mit der bevoelkerung und vor allen dingen mit den deutschen fraeuleins kontakt aufgenommen. hallo fraulein….hello baby….hello darling….let’s go….riefen so manche soldaten hinter den deutschen maedels her. meiner mom ging es mit meinem dad nicht viel anders 😀

als sich meine eltern damals kennenlernten, waren sie total ineinander verliebt, so richtig hals ueber kopf. aber das durfte nicht sein, es war damals eine schande mit einem amerikanischen soldaten auszugehen. was musste meine mutter sich damals alles anhoeren. was musste sie ueber sich ergehen lassen.  die leute haben geredet…. meine grosseltern schaemten sich. ….die nachbarn haben mit finger auf meine mutter gezeigt. da hiess es “ami hure” “ami schlampe” um nur mal ein paar solche netten ausdruecke zu nennen.

in spaeteren jahren hat sich das grundlegend geaendert. da hat kaum noch jemand anstoss daran genommen, wenn ein deutsches maedchen einen  GI heiratete. da hiess es dann nur: “die heiratet einen ami” und gut war’s. zu der zeit in der meine mutter sich mit meinem dad traf und ihn dann heiratete, war es jedoch noch ziemlich schlimm.

spaeter dann redete man von “deutsch-amerikanischer freundschaft und wie gesagt, als wir in den 70’ern drueben stationiert waren, hatten wir wirklich  das gefuehl in deutschland willkommen zu sein. wir hatten einen sehr guten kontakt zu unseren deutschen nachbarn, die meisten leute in dem staedtchen in dem wir gelebt haben, waren sehr nett und hilfsbereit.

von Rothenburg, bis hin zum bodensee, vom allgaeu bis nach heidelberg und weitere gegenden haben wir kennengelernt. muenchen war eine stadt die mir ganz besonders gut gefallen hat. auch Heidelberg fand ich sehr reizvoll. da kommt mir jetzt gerade wieder der song “memories of heidelberg” von Gus Backus in den sinn 🙂

 

ich kenne zwar nicht viel von deutschland, doch das schwoabelaendle und einen teil vom  schoenen bayern habe ich damals kennengelernt. und ein bisschen Hessen habe ich zu der zeit auch noch kennenlernen duerfen. ich haette noch gerne mehr gesehen und es gibt staedte, die ich unbedingt noch kennenlernen moechte. vielleicht wird es ja diesen sommer wirklichkeit? ich hoffe es sehr.

ich habe hier zwei videos die ich euch gerne zeigen moechte, es sind dokumentationen in deutscher sprache, ich denke, dass die bei euch drueben zu sehen sein sollten.

es waren nicht nur erinnerungen fuer amerikanische familien, nein auch deutsche familien…auch sie  hatten gute erinnerungen an die zeit in der wir Amerikaner noch in deutschland stationiert waren. spaeter hat sich das alles leider schlagartig geaendert. durch die daemliche Bush Politik werden wir amerikaner und unser land oft gehasst. das finde ich sehr sehr schade.

aber reden wir lieber mal von den zeiten in denen wir amis in Germany noch willkommen waren ….:D 😀 😀

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11 thoughts on “NUR NOCH ERINNERUNG

  1. Die amerikanischen Kasernen in Heidelberg kenne ich auch. Eine Freundin von uns wohnt direkt gegenüber in einem Hochhaus.

    Alles ist abgeschottet und man bekommt das Gefühl vermittelt, dass hinter dem Zaun eine andere Welt herrscht.

    So kenne ich z. B. nur Erzählungen, dass eigentlich die Amerikaner sich zum Teil abschotten und mit den Deutschen nichts zu tun haben wollen und nicht umgekehrt *lach*

    Aber so ist das eben. Jeder sieht es aus seinem Blickwinkel und es gibt auf beiden Seiten solche und solche Menschen 🙂

    Und ja, Herr Bush hat nicht gerade dazu beigetragen, die USA positiv zu sehen *ggg*

    Euren Obama dagegen finde ich menschlich klasse. Es ist schade, dass er an vielem bei euch da drüben gehindert wird, was er durchsetzen möchte.

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