OMA IST IMMER DABEI, TEIL 1

4 mal waren wir dieses jahr mit der oma meines mannes unterwegs in ihrer alten heimat.

 

mein mann hatte ihr ja letztes jahr versprochen, dass er sie noch mal in ihre alte heimat fahren will. dieses versprechen hat mein mann jetzt eingeloest und oma hat sich gefreut wie ein kleines kind. die weite fahrt die sie dafuer in kauf nehmen musste, hat sie kaum gestoert,  jedenfalls hat sie sich nie beklagt.aber ich habe ihr angemerkt, dass es fuer sie schon recht beschwerlich war, zumal sie ja nicht mehr gut zu fuss ist und ganz schnell ermuedet.

mein mann ist mit ihr im maerz und im april nach Virginia gefahren. und im august sowie im september bin ich dann nach Kentucky mitgefahren. oma wollte unbedingt dass ich mitkomme obwohl ich mir ja nichts aus dieser gegend mache. oma war eigentlich der grund,dass wir dorthin gefahren sind.Harlan county liegt suedoestlich im bundesstaat Kentucky und grenzt an den bundesstaat Virginia. in Harlan county waren frueher viele coalminers zuhause. die menschen dort sind sehr arm.

unsere shotgun oma ist in Virginia und in Kentucky aufgewachsen….einer mir sehr fremden welt!!! ich koennte dort nicht leben. so abgeschieden, so einsam, im walde….in der wildnis…. in den bergen…..ich  wuerde mich dort einfach nicht wohlfuehlen. aber oma hat sich sehr wohl gefuehlt und das war ja die hauptsache, dass es ihr gefallen hat. ich kann euch versichern, waere es nicht wegen ihr gewesen, waeren wir gar nicht dorthin gefahren, denn ungefaehrlich ist das ja nicht gerade. aber wenn man noch verwandtschaft dort hat, ist’s okay. fremde die dort auftauchen und nichts zu suchen haben, werden naemlich gerne mit dem schiessgewehr von den einheimischen empfangen. einige male war’s mir ja nicht so ganz geheuer, das muss ich zugeben.

 

oma ist mit ihren 96 jahren wirklich nicht mehr die mobilste, versteht sich, aber wie hat sie sich gefreut all die orte an denen sie damals mit ihren eltern und ihren vielen geschwistern gelebt hat, noch einmal wiederzusehen. vieles hat sie gar nicht mehr wiedererkannt. es ist ja auch schon ewig lange her….nach rund 80 jahren hat sich vieles veraendert. oma zeigte uns ihre alte schule, ihren langen schulweg, den sie damals barfuss zuruecklegen musste, da ihre familie zu arm war um allen ihren kindern  schuhe zu kaufen. das klassenzimmer bestand aus einem raum, wo alle klassen zusammen unterrichtet wurden.

alles hat sie uns gezeigt und sie war so gluecklich,man hat gemerkt, dass sie wieder richtig aufgelebt ist. die kirche die sie als kind besucht hat, die orte an denen sie damals gespielt hat, ja, sogar die quelle im wald aus der sie immer getrunken hat, alles war noch vorhanden, doch oma konnte leider nicht in den wald laufen um von dem koestlich klaren quellwasser zu kosten. ob das noch trinkbar war, wussten wir nicht. wir haben es jedenfalls nicht versucht.

 

am schoensten war fuer sie das wiedersehen mit ihren nichten. ich habe ein paar bilder gemacht von Harlan county und Laurel county in Kentucky.

 

 

 

 

diese kirche wurde abgerissen und neu aufgebaut. es war die kirche die oma damals besucht hat als sie noch ein kind war

church in harlan

 

 

 

dort wohnt eine von oma’s nichten

harlan houses

 

 

 

enge kleine strasse die in die berge von Harlan fuehrt

harlan scenery

 

 

ein altes Hillbilly haus, dort wohnt noch eine entfernte verwandte der oma

hillbilly house

 

 

 

nur mit einem 4 wheeler kommt man am besten durch die steil bewaldeten berge von Harlan

four wheeler

 

 

4 wheeler

 

die hillbilly familie isst am liebsten hasen und eichhoernchen, darum zuechten sie hasen

hasen zuechten

 

 

 

 

rabbits

 

 

oma mit einer ihrer nichten

oma mit ihrer nichte

in the hills

 

mitten im wald wohnen

 

 

 

in the hills

 

 

strasse durch’s dorf

strasse die durch's dorf fuehrt

 

cobweb in the tree

cobweb in tree

 

 

landschaft von harlan, kentucky

 

blick aus dem fenster

blick aus dem fenster ueber Harlan county

 

morgen zeige ich euch den 2. teil

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8 thoughts on “OMA IST IMMER DABEI, TEIL 1

  1. Danke Sammy, dass du uns hier ein stückweit mitgenommen hast auf eure Reise. So rein vom Eindruck her würde mir diese verwunschene Gegend sicher auch gefallen. Aber wenn man dort Angst haben muss, dann ist das vielleicht doch nicht so verwunschen, wie es den Eindruck macht auf den Bildern.

    Schön ist es jedenfalls, dass ihr der Oma noch mal die Freude gemacht habt, Erinnerungen aufleben zu lassen. Das war sicher sehr wertvoll für sie. Und für euch bestimmt auch ein interessantes Erlebnis. Wer weiß, vielleicht wollt ihr in zwanzig Jahren oder später auch gerne noch mal dorthin … einfach zur Erinnerung an dieses Mal. 😉

    LG, Ehra

  2. Das glaube ich gern, dass diese Reise so viele Erinnerungen geweckt hat. Und schön, dass die Oma noch so einige Orte besuchen konnte.
    Meine Schwiegermutter ist 81 und seit vielen Jahren nur noch sehr schlecht zu Fuß. Sie würde auch gern ihre alte Heimat noch einmal sehen, aber sie scheut die stundenlange Autofahrt. Ich finde es daher klasse, dass die Oma diese Strapazen auf sich nimmt.
    Liebe Grüße von Kerstin.
    (Kannst Du die Fotos vielleicht etwas größer einstellen oder geht das bei Dir nicht?)

  3. Ich kann die Oma verstehen… und ihr habt ihr so eine grosse Freude bereitet. Schön!
    Ich hab nie zurück geschaut, erwische mich aber neuerdings doch dabei…

    80 Jahre… der Hammer. Ich bin jetzt 35 Jahre aus der Schule…Für mich schon 20 Jahre schon der Hammer. Ohne Schuhe zu laufen, heute sicherlich ein Unding. Kann man sich gar nicht vorstellen…
    Selbst wir mussten in der Kindheit einiges entbehren. Das kennen die Kinder heute gar nicht mehr. Wenn ich sehe was unsere beiden Racker so alles in ihrem Spielzimmer daheim horten und im Garten aufgebaut haben… Da ist so mancher Kindergarten neidisch.

    LG kkk

  4. Wenn die Gegend so gefährlich ist, dann ist auch klar, warum aus ihr eine “shotgun oma” geworden ist 😉
    Schoen, dass ihr der Oma damit eine grosse Freude gemacht habt. Die Gegend sieht auf den Fotos sehr idyllisch aus.

  5. Also war sie doch dabei. Das ist ja wunderbar, dass dein Mann sein Versprechen eingehalten hat. Die Shotgun-Oma ist schon was Besonderes.
    Und diese Fahrten sind für sie ein richtiges Geschenk. Sie ist auch dankbar dafür und lebt immer wieder auf.
    Ihr seid schon eine tolle Familie.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

  6. Schön, dass ihr der Oma das ermöglicht habt, so lange sie es noch kann. Meine Mutter ist 93, aber mit ihr ginge das nicht mehr.
    Und danke für die schönen Fotos. Idyllisch sieht es aus, ist es aber wohl nicht immer.
    Hasen, die ich gezogen habe, würde ich eher nicht essen können. Ging mir als Kind bei meinen Eltern schon so.
    Liebe Grüße
    Ute

  7. Oh, das ist aber eine schöne Geschichte, und wie mutig, in so hohem Alter noch so viel auf sich zu nehmen, um die alte Heimat zu sehen. Kein Wunder war sie dann glücklich!
    Ganz liebe Grüße zu dir!
    Linda

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