DER 19. DECEMBER

der 19. december bringt sehr unschoene erinnerungen fuer mich, denn es ist der todestag meiner mutter.

vor genau 11 jahren ist meine mom gestorben. ich konnte mich leider nicht mehr von ihr verabschieden, denn als es mit ihr zu ende ging,  konnte ich so kurz vor weihnachten keinen flug mehr bekommen, denn alle fluege nach Californien waren ausgebucht.

ich war fertig mit den nerven, mein mann hat weitergesucht, bis er zuguterletzt  was gefunden hatte. nie werde ich den tag vergessen. ich sass im flugzeug, total verheult und alle leute starrten mich an.  ich schaffte es nur noch um auf die beerdigung zu gehen.

ein letztes mal habe ich sie gesehen, als sie fuer die “visitation” hergerichtet war. bei uns in USA ist der sarg waehrend der rede bzw. predigt immer offen und man kann dann nach der rede vom pfarrer und/oder von einem familienangehoerigen noch ein letztes mal am sarg vorbei gehen um ein letztes lebewohl zu sagen….

ich haette ihr noch so viel zu sagen gehabt. obwohl wir uns nicht immer gut verstanden haben, haette ich doch gesagt, dass mir vieles leid tut. leider hatte ich keine moeglichkeit mehr es ihr zu sagen.

als mein dad dann vor 5 jahren am 17. november  starb, konnte ich weder bei ihm sein, noch auf seine beerdigung gehen, denn wir waren zu der zeit gerade mit dem umziehen von North Carolina nach Ohio beschaeftigt. das war eine zwei tage fahrt von NC hier hoch nach Oh. wir waren praktisch auf dem highway, sind viele viele meilen gefahren bis zu unserem neuen zuhause hier in Ohio.

ein handy hatte ich da noch nicht. ich erfuhr es erst einige tage spaeter als das telegram meiner schwester kam, dass unser dad gestorben war. fuer mich brach eine welt zusammen. ich hatte keine freude an unserem neuen haus, das wir gekauft hatten. ich hatte weder freude am einrichten des hauses, noch an das erkunden der neuen umgebung. zu der zeit  war mir alles  so ziemlich egal. in gedanken war ich nicht wirklich hier in Oh. sondern in Californien. in meinen gedanken war ich in meiner kindheit, meiner jugendzeit, und meinen erlebnissen mit meinem dad. es war und ist auch heute noch sehr schmerzhaft wenn ich daran zurueck denke.

ich habe lange getrauert…und trauere eigentlich immer noch, aber das sind jetzt mehr die erinnerungen die immer wieder hochkommen und dann ueberkommt mich jedesmal eine ganz tiefe traurigkeit. da rollen dann schon mal die traenen, auch heute noch. doch das leben geht einfach weiter…..

mein dad und ich wir hatten ein sehr gutes und vor allen dingen sehr enges verhaeltnis. das war schon immer so. ich war ja auch seine “lieblingstochter”  waehrend meine mom immer meinen grossen bruder und meine juengste schwester vorgezogen hat.  ich und meine andere schwester waren eben nur nebensache.

 

aber dennoch habe ich meine mutter geliebt, auch wenn ich es oft zu spueren bekam, dass ich nicht ihr lieblingskind war.

 

nachtrag:

solltet ihr euch nicht gut mit euren eltern verstehen aus welchem grund auch immer oder solltet ihr zerstritten sein bis in alle ewigkeit, ueberlegt euch das noch mal sehr gut, ich kann euch nur raten, macht frieden mit dem was war und kommt euren eltern entgegen, versteht euch, sprecht euch aus was euch missfaellt, verzeiht ihnen wenn sie euch unrecht getan haben sollten, denn ihr wisst nie ob ihr sie noch einmal wiedersehen werdet, ihr wisst nie ob ihr noch ein letztes gespraech mit ihnen haben koennt, ihr wisst nie, ob ihr noch mal eine gelegenheit habt euch aussprechen zu koennen. jeder tag koennte der letzte sein….

wenn ihr boese aufeinander seid, versucht euch auszusprechen, euch zu versoehnen, euch gegenseitig  zu verzeihen, denn tut ihr das nicht,werdet ihr das eines tages bestimmt bereuen, doch dann ist es zu spaet.

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10 thoughts on “DER 19. DECEMBER

  1. Solche Tage und Erinnerungen hat jeder von uns. Mir ging es damals genau so als meine Eltern verstorben sind. Ich wünsche dir ein besinnliches Adventswochenende. L.G.L:

  2. Das tut mir leid liebe Sammy. Und ich kann verstehen, dass das ein trauriger Tag für dich ist. Und ich glaube, jedes Elternteil hat sein Lieblingskind. Ich kenne das. Trotzdem hat deine Mutter dich sicher geliebt und sie möchte sicher nicht, dass du so traurig bist.
    Erinnere dich an die schönen Zeiten.
    Und du hast recht. Und selbst wenn man sich gut verstanden hat, bleiben meist noch Fragen offen. Letztendlich sterben Eltern immer zu früh.
    Liebe Grüße
    Ute

  3. Deine Themen heute lassen mein Herz fast gefrieren…

    Mutter werden heisst nicht eine gute Mutter sein.
    Dazwischen liegen Welten…. kann, muss aber nicht.
    Ich hätte auch gerne eine Mutter die meine Freundin ist…
    Nur sind wir zu verschieden. So haben wir ein ganz normales Verhältnis.

    Deine Mutter ist nicht mehr.
    Es ist nicht mehr zu ändern, liebe Sammy, so lass es ruhen.
    Du musst dich nicht selber quälen.

    Liebe Grüsse ♥
    kkk

  4. Das sind ja kurz vor Weihnachten traurige Gedanken. Leider läuft im Leben nicht immer alles so, wie man es gerne hätte.
    Grüßle Bellana

  5. ja, es gibt solche Tage nun mal leider und deine Ratschläge sind sehr wichtig, wunderschönes Wochenende und einen schönen 4. Advent wünsche ich, Klaus

  6. Liebe Sammy, solche besonderen Gedenktage treffen immer in die Seele ins Herz.
    Das erlebe ich auch immer wieder.
    Es ist echt eigenartig, wenn man noch was zu klären hatte.
    Damit hatte ich zum Glück keine Probleme.
    Ich habe mich mit beiden Eltern bestens verstanden.
    ich war die Jüngste von dreien. Aber ich meine, wir wurden so ziemlich gleich geliebt von ihnen.

  7. Liebe Sammy, das ist ein sehr trauriger und zugleich liebevoller Blogeintrag. Natürlich kommt die Erinnerung – und somit auch ein Stück Trauer – immer wieder nach oben.
    Ganz liebe Umärmels für dich!
    Linda

  8. Das hast du gut geschrieben, liebe Sammy. Ich bin froh und glücklich, dass ich zu meinen Eltern bis zum Ende ein wunderbares Verhältnis und immer engen Kontakt hatte.

  9. Das tut mir sehr leid und ich kann es anchempfiden, auch wenn meine Eltern noch leben. Vor fast 4 Jahren verstarb meine Schwiegermutter an meinem Geburtstag, nachdem Sei über Weihnachten im Krankenhaus war.
    Du hast Recht – wir sollten VORHER miteinander reden – später bereuen hilft nicht viel…

    LG

    Maccabros

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