AMERIKA IST ANDERS

 viele deutsche Touristen verwundert es oft, wie unterschiedlich doch land, leute und kultur in Amerika sind. eigentlich ist es schon bemerkenswert, weil ja im wesentlichen die europaeischen auswanderer dieses land geformt haben, aber es wird gerne vergessen, dass das land selbst mit seiner weite, seinen naturgefahren, seinem pioniergeist, seinem reichtum und seiner geschichte doch sehr praegend ist.

es sind nicht  nur Europaer die  in die USA eingewandert sind, sondern auch viele Afrikaner, menschen aus Mittel- und Suedamerika, so wie Ostasiaten: Japaner, Chinesen, Philippinos, Koreaner, Vietnamesen und last but not least, es auch eine amerikanische urbevoelkerung (native americans) gibt, die ebenfalls einen praegenden einfluss hat. Es ist also nicht verwunderlich, dass ein deutsch sprechender Amerikaner kein Deutscher ist. Er oder sie wird vielleicht stolz auf seine deutsche herkunft (german heritage) sein, aber sich immer vor allem als Amerikaner fuehlen.

Es gibt vieles, was alle Amerikaner wirklich zusammenhaelt und bei allen sprachunterschieden und bei verschiedener herkunft sie Amerikaner sein laesst. es ist ein ausgepraegtes, positives” Nationalbewusstsein”, der glaube an die demokratie, die effizienz des kapitalismus, ein unerschuetterlicher optimismus und eine gewisse zuversicht in die zukunft, die den Deutschen (meiner meinung nach) inzwischen total abhanden gekommen ist.

wenn Deutsche ueber Amerika urteilen, dann faellt das urteil meistens negativ aus. Dies zeigt eine große unkenntnis und spricht von vorurteilen,( ich hasse nichts mehr als vorurteile…) die im wesentlichen von den deutschen Medien tradiert werden. viele Deutsche beziehen auch ihr ganzes wissen ueber Amerika von den internen kritikern.

 

manche deutsche vergessen gerne, dass Amerika nicht nur Bush war, den uebrigens die meisten Amerikaner auch als schwachen praesidenten angesehen haben. Amerika ist auch das land von vielen nobelpreistraegern, kuenstlern von weltruhm, einer medienindustrie (filmindustrie), die die ganze welt fasziniert. Es ist auch ein land hart arbeitender menschen, die sehr viel geld in die ausbildung ihrer kinder stecken.

die hauptvorurteile gegenüber Amerikanern heissen immer:  sie sind oberflaechlich und sie sind dumm. die oberflaechlichkeit ist die deutsche falsche interpretation vonfFreundlichkeit, die den meisten deutschen leider fehlt. In einem land mit extremer mobilitaet ist es sehr wichtig, dass man fremden gegenueber gegenueber aufgeschlossen und freundlich ist. dies hat mit echter freundschaft in deutschem sinne ueberhaupt nichts zu tun und es gibt auch in den USA langjaehrige freundschaften, aber wenn jemand sagt, “I’m your friend” heißt das nichts anderes als “ich bin dir wohlgesonnen und fuehl’ dich hier zu hause”. es ist nicht der beginn einer langen freundschaft.

die urteile ueber die dummheit entspringen aehnlichen missverstaendnissen. deutsche vergleichen amerikanisches wissen mit deutschem wissen und vergessen, dass wir viel lernen, was wir nie brauchen werden, und dass in einem land dieser groesse fremde laender manches recht unbedeutend sind. so werden deutsche immer wieder gefragt, ob es bei ihnen auch McDonalds gibt oder ob man das Internet schon kennt. diese fragen sollte man immer ernsthaft beantworten.

das wissen in den USA ist sehr viel mehr praktischeres wissen und weniger formales wissen. wenn man im gegenzug Deutsche blossstellen wollte, muesste man im land der dichter und denker nur fragen, was z.B. die hauptstadt von Idaho ist (es ist Boise, auch noch nie gehoert, gell?). Bevor man die dummheit der amerikaner geisselt, sollte man ruhig vor der eigenen tuere kehren. auf einigen gebieten haben aber die amerikaner wirkliche defizite.

eines ist das lernen von fremdsprachen, das nicht noetig erscheint, da weltweit “ohnehin jeder englisch kann”. zumindest, wenn man langsam und laut genug redet, wie ernsthaft viele Amerikaner glauben. damit geht auch einher, dass sich Amerikaner kaum in andere Laender und kulturen einfuehlen koennen.

da Amerika  selbst so vielfaeltig ist und so viele rassen erfolgreich integriert hat, herrscht oft die falsche meinung vor, dass die USA ein abbild oder vorbild der restlichen welt sind, ein verhaengnisvoller irrtum in der politik. denn damit wird auch die vorstellungskraft ausgeschaltet, was andere dem Land antun koennten. dies war ein hauptgrund fuer das versagen der geheimdienste vor dem 11.september.

 

tourististen werden von diesen tiefer liegenden unterschieden recht wenig beruehrt. sie geniessen einfach die freundlichkeit, den comfort und exzellenten service, den lockeren umgang und das ueberwiegend positive klima, das herrscht. viel schwieriger ist die situation für geschaeftsleute. sie werden fundierten, fachmaennischen rat brauchen, wollen sie in den USA erfolgreich sein. es gibt erstens viele ungeschriebene regeln, die man kennen muss, um nicht permanent fehler zu machen.

und dann ist auch die gesetzeslage extrem verschieden. gerade bei juristischen fragen sind die unterschiede riesengross. und noch eine warnung an alle, die gedenken in die USA auswandern zu wollen:

es ist wie uebrigens in den meisten anderen laendern auch – ein riesenunterschied, ob man als tourist oder als einwanderer kommt. fuer junge menschen hat das land viele vorteile, fuer die aelteren mehr nachteile.

schwierigkeiten ergeben sich bei partnerschaften (liebschaften) zwischen Deutschen und Amerikanern, hier prallen naemlich zwei kulturen dann aufeinander und diese kulturfalle verursacht schwierigkeiten, meist unueberwindbare. vor allem ehen von deutschen maennern mit amerikanischen frauen scheitern haeufig, amerikanische  maenner mit deutschen frauen passen schon eher zusammen.

grosse probleme haben die Deutschen mit dem amerikanischen verhaeltnis von raum und zeit. die distanzen sind alle viel groesser und auch im persoenlichen umgang muss man groesseren abstand zu den menschen halten. das verhaeltnis von einem kilometer zu einer meile 1:1,6 drueckt ganz gut diesen groessenunterschied aus. aehnliche probleme ergeben sich mit der zeit, deutsches und amerikanisches tempo harmonieren meist nicht, Amerikaner sind den Deutschen zu langsam, umgekehrt sind Deutsche den Amerikanern zu hektisch.

mit masseinheiten haben die deutschen touristen am anfang ohnehin immer probleme, obwohl offiziell auch die USA dem metrischen system angehoeren, sind die alten einheiten nicht auszurotten. Auch in deutschland wird ja immer noch in pfunden gemessen, weil es praktischer ist.

wer sich uebrigens ein bild machen will, wie Amis ueber Deutsche denken, der sollte sich vorstellen, wie deutsche über die Ungarn denken. nicht umsonst sind deutsche  in den USA die” Krauts” oder die Hunnen. ein volk, das wir nicht verstehen, das manchmal wilde Riten hat, viel alcohol trinkt und fettes essen schaetzt, gerne und oft feiert und auf dessen Strassen man sich zu tode fuerchtet.

andere kleinigkeiten, ueber die Deutsche sich staendig lustig machen sind das eiswasser, das man allerdings schnell zu schaetzen lernt, weil bei der grossen hitze das gekuehlte wasser sehr viel angenehmer zu trinken ist. dann die sorgfalt beim rasenmaehen. wenn man allerdings weiss, dass selbst in den Grossstaedten sich auf nicht gemaehten rasenflaechen unwillkommene tiere einnisten, wird man schnell anders urteilen.

 

einiges ist allerdings auch bei gutem willen wirklich fuer deutsche  kaum nachvollziehbar. Es sind diese kalorienreichen Softdrinks, die ueberwiegendfuer den deutschen geschmack eher ungeniessbar sind, vor allem das” Rootbeer.” man versuche zur abschreckung nur mal “Dr. Pepper”    aber da es auch immer wasser und milch gibt, kann man hier zur not ausweichen :mrgreen:

dann das viel zu fette essen und die viel zu grossen portionen, die viele amerikaner zu dick werden laesst. auch hier kann man als tourist leicht gegensteuern. es werden immer gute alternativen angeboten, auch beim fastfood, man muss sie nur nehmen 😉

unverstaendlich sind auch der enorme energy verbrauch und der staendig vorhandene laerm, der damit verursacht wird. diese probleme treffen aber primaer das land und seine leute selbst. auch die deutschen sind nicht so sparsam, wie sie  immer tun, man denke nur an die fehlende geschwindigkeitsbeschraenkung auf den deutschen autobahnen, den wahn mit den PS-Zahlen bei den autos oder schlecht isolierte haeuser….

 

 

 

 

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9 thoughts on “AMERIKA IST ANDERS

  1. Meine Freundin Sonja lebt zum 2. oder 3. Mal jetzt in den USA, zur Zeit in Wisconsin seit über 10 Jahren. Durch ihren Mann, der Soldat ist, lebte sie in den verschiedensten Bundesstaaten und hat einen guten Eindruck vom Leben dort und hier. Sie sagt, es hält sich die Waage, jedes Land hat seine Eigenheiten die gut und weniger gut sind. Aus ihren Erzählungen her kann ich ihr Recht geben.
    Aber da ich mir geschworen habe, nie über Politik, Glauben und Klischees zu schreiben, werde ich es hier auch nicht tun.
    We should not say everything, but we should know what we say. Right?

  2. Danke für die interessanten Infos liebe Sammy..gut zu wissen! Ich möchte immer wissen, wie die Leute woanders denken. Missverständnisse können viel Schaden anrichten.
    Und vielleicht sollte eure Politik ebenso mal versuchen, sich in andere Völker (ich meine da nicht Deutschland!) hineinzuversetzen. Die Art zu denken und die Kulturen sind oft wie Tag und Nacht. Eigentlich reicht schon ein Märchenbuch wie “Tausendundeine Nacht”. Das sind Geschichten, aber aus dem Volk und die geben das Denken der Menschen sehr gut wieder. Es ist alles moderner geworden, aber ansonsten ist das Denken schon noch ähnlich.So eine Demokratie wie unsere geht da nicht. Sonst ist ja schon alles geschrieben… 😉
    Liebe Grüße
    Ute

  3. Liebe Samy. Du sprichst hier Dinge an, die zum Teil so sind, aber man muss auch zwischen den normalen Touristen und der Politik unterscheiden. Wenn hier Amerika kritisiert wird, dann meistens wegen der Politik. Oft wird hier von den ” Amerikanern ” gesprochen. Wobei die meisten Kritiker noch nie in Amerika gewesen sind und über Land und Leute garnicht Bescheid wissen. Ich kann nur sagen, die Leute die schon mal in USA waren würden auch ein zweites Mal hinfahren. Die machen sich auch vorher mal schlau über Land und Leute. Ich habe heute Morgen gerade meinen Sohn und Schwiegertochter zum Flughafen gebracht. Die sind schon wieder auf dem Weg nach Los Angeles. Wir haben auch Freunde in Amerika , die auch schon bei uns waren.
    Man sollte nicht immer verallgemeinern . In jedem Land gibt es Solche und Solche. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. L.G.

    1. Ich sehe es genauso, wie du. Vielle Menschen plappern pauschal etwas nach, was sie in den Medien gehört haben und haben keine Ahnung. Ich kläre immer wieder gerne auf, dass es Blödsinn ist und sie ruhig dort mal Urlaub machen sollen und dann würden wir weiter reden 😉 Wer 1x in den USA war, der wollte wieder hin – habe es noch nie anders erlebt.

  4. Super dein Artikel, doch ob alles so gesehen wird, weiss ich nicht. Hängt vll. auch mit einer (fehlenden) Intelligenz einiger Deutscher zusammen.
    Deutsche die mit Kind und Kegel ohne die Sprache zu sprechen und vor allem ohne Geld auswandern, egal wohin, gibt es zu Hauf. Liegt aber auch an der fehlenden Perspektive im eigenen Land 😉 Für (Schein) Asylanten wird dagegen alles mögliche getan, für das eigene Volk nichts. Langzeitarbeitslose (HartzIV) müssen sich zum Betteln (Tafeln) anstellen. OK, bei euch gibt es da gar nichts.
    Sicher kann man ein so kleines Land wie die BRD nicht mit den USA vergleichen, vieles hat sich aber bestimmt auch geändert, ist aber noch in den Kopfen der Menschen. Beispiel unsere Parteien: SPD Deutsche SOZIALE Partei hat schon längst nichts mehr mit sozial zu tun und die CDU (Christliche Partei) hat nichts mehr mit christlich. Unsere Kanzlerin stammt aus dem Osten (Ex-DDR) und macht alle Bundesländer nicht westlicher sondern östlicher. Merkt nur kaum einer 😉
    Dicker werden die Menschen weltweit, weil die Bewegung fehlt und man sich mit Food den Bauch vollschlägt jetzt mal pauschal gedacht. Da ist das fette Essen mit Braten, Kohl oder Kraut kaum noch von Bedeutung, weil die Menschen es eh kaum noch kochen können/wollen. Muss alles schnell schnell gehen, Fertig -Futter aus dem Discounter in die Mikrowelle und satt. Zucker on Mass eben.
    In den Schulen wird wesentlich weniger gelernt als früher, da die benachteiligten die Klassen herunter ziehen. Diese finden sich kaum auf dem Gymnasium, denn bedauern die Berufsausbilder ständig den schlechten Wissenstand der Schulabgänger.
    Strassen und Autobahnen sind entweder defekt oder verstopft, so das die PS des Autos gar nicht ausgefahren werden können und der Durchschnittsdeutsche hat auch gar kein Geld mehr für solchen Schnickschnack. Er ist froh wenn er seine Miete und Strom bezahlen kann und dazu das Benzin das ihn zur Arbeit bringt, weil ja Massenweise ausserhalb gewarbeitet wird.
    Es hat sich vieles verändert, doch in den Köpfen noch nicht.
    Letzten Sonntag war Europawahl und Kommunialwahl und was wurde gewählt? Die roten sprich sozialen. OK Angela (CDU) hat quasi gewonnen, doch was wollen die Menschen? Arbeitsplätze, bezahlbare Löhne von denen man leben kann, Mieten die einen nicht auffressen, von Lebensmittelpreisen ganz zu schweigen und Ausländer raus, womit wohl in erster Linie moslemische und östliche Ausländer gemeint sind.
    Jährlich kommen 1 Millionen und mehr, aber es werden keine Wohnungen gebaut.
    Die Renten stagnieren, die Inflation frisst die evtl. Erhöhung mehr als auf. Alles wird ständig teurer. Ein Brot kostet gut und gerne 4-5 €, sprich 5-10 DM. Hallo ein Brot!!! Natürlich kannst du auch im Supermarkt ein Pfund geschnittenes Brot für einen 1,-€ kaufen.
    Ein kg Äpfel kostet meist zwischen 3-4 €, Zucker, mehl und Milch einen Euro. Rund gerechnet.
    Es bleibt bei den meisten Deutschen am Ende des Monats nichts übrig, bei den Rentner schon gar nicht, es sei denn man ist Pensionär, aber selbst diese jammern. Die Schere arm reich klafft immer weiter auseinander Die Städt sind arm wie Kirchenmäuse, der Bund völlig verschuldet und vom Staat darfst du als Deutscher gar nichts erwarten. Der verplempert das Geld an Banken und der EU.
    Hört sich krass an? Jein, in Wahrheit ist doch alles noch viel schlimmer. Das Volseigentum, Strassen, Schulen etc ist marode, das Gesundheitssysthem hinkt und Bildung bleibt auf der Strecke…
    Spricht man jetzt mit einem Menschen der sagen wir mal besser betucht ist (reicher) hört sich diese Geschichte auf jeden Fall gaaaanz anders an, denn die Reichen sehen diese ganzen Dinge nicht. Die Kinder gehen ins Internat, Privatschulen, die kaufen nicht beim Discounter ein und sie wohnen nicht in Block-Vierteln, sondern haben ihre Villa im Grünen, wo keine Strassenräuber und Gängster hineinkommen, wobei wir schon wieder bei der Sicherheit des Staates wären.
    Unsere Polizei hat keine Zeit sich um Verbrecher zu kümmern, sondern muss Autofahrer blitzen oder erstickt am Papierkram.
    Gute Firmen nicht mal mehr in der Lage grosse Projekte zu bauen, siehe Transrapid der neue Berliner Flughafen etc.
    Korruption und Taschen füllen sind scheinbar die Devise?…
    Sicherlich gibt es auch schönes an Deutschland, aber hier leben heisst für die meisten Deutschen überleben 😉
    Ich wollte dir nicht deinen Kinderglauben über Deutschland nehmen, aber vieles hat sich gewandelt und sieht nur noch so aus wie früher.
    Guckt man auf die Substanz, wird schnell klar, alles marode….
    Sehr schade…
    Dein Amerika hat sich genauso gewandelt, auch da fallen dem Einwanderer keine Goldstücke in den Schoss. Was Bill Geizig gelungen ist, wäre hier nie möglich gewesen, weil ein Aufbau einer firma in der Garage gar nicht möglich gewesen wären. Die deutsche Gründlichkeit schlägt da gründlich zu.
    Sicherlich gibt es für alles Gegenargumente.
    Leider gehöre ich zur Schicht der Menschen die wenig verdienen, denn meine Rente ist klein und so kann ich nur meine Sicht der Dinge übermitteln und die nächste generation tut mir jetzt schon leid…
    Ach liebe Sammy, ich höre jetzt auf. Deutschland hat auch schöne Ecken und Dinge.
    Den Schwarzwald und das Meer, Nord/Ostsee und Kulturzentren die sich die Städte leisten.
    Ich bin eben Deutsche, aber euer National-Stolz geht mir völlig ab.
    Ich weiss gar nicht ob ich jemals einen so langen Kommentar getippt habe *ggg*, aber es ist die Sicht der Dinge der meisetn Deutschen.
    Sei ♥-lich gegrüsst
    kkk

  5. Schön geschrieben. Ich bekomme oft diese Vorurteile mit, wenn wir mit großer Begeisterung von unseren USA-Reisen erzählen und davon schwärmen, wie nett und hilfreich die Menschen drüben doch sind. Sie lassen sich nicht stressen, sind überwiegend gut gelaunt. Wir könnten uns einiges davon abgucken.
    Die Begründung wg. Oberflächlichkeit kann ich auch nicht hören, und kläre gerne auf. Das Problem ist, dass die Deutschen alles 1 zu 1 wörtlich nehmen. Wer viel reist und sich auf die Menschen in dem Reiseland einlässt wird auch merken, wie etwas gemeint ist und was es bedeutet. Die anderen laufen mit Scheuklappen rum und klappern alles ab.
    Ich muss gestehen: Ich würde sehr gerne auswandern, in den USA fühle ich mich immer wohl. Mir ist allerdings klar, dass es ein Unterschied ist, ob ich dort Urlaub mache oder lebe. Mein Traum wäre die Rentenzeit drüben (zumindest teilweise) verbringen zu können, allerdings ist noch lange hin bis es so weit ist und wir wissen nicht, ob wir uns das dann leisten können.
    Wg. Energieverbrauch: Kalifornien ist den Deutschen, was dieses Thema anbetrifft weit voraus – natürlich gebietsbezogen erlebt man in anderen Teilen der USA eher die größeren Pickups, ach eher in der ländlichen Gegend. Natürlich verbrauchen diese Autos mehr Benzin. In Deutschland wird das Bezin bzw. Diesel immer teurer und auf den Straßen sieht man immer die größeren Autos, auch Pickups und SUVs. 😉 Da darf der Deutsche nicht darüber schimpfen, denn er macht es nicht besser – zumal unsere Preise hier fast doppelt so teuer sind wie in den USA.
    Beim ersten Besuch habe ich mich eingestellt viele dicke Amerikaner zu sehen und war überrascht, dass ich kaum welche sah. Wenn, dann war das Übergewicht schon wirklich extrem und die meisten haben wir in Florida gesehen. Es waren aber Ausnahmen. Ich würde nicht sagen, dass bei uns die Menschen schlanker sind, zumindest ist das mein Eindruck, den ich so erhalten, wenn ich hier und in den USA unterwegs bin.
    Ich erlebte am Morgen die Mamis, die mit einem sportlichen Kinderwagen morgens joggen gingen, viele Skater, Radfahrer.
    Ich denke, dass Bewusstsein der Amerikaner bezüglich gesunder Lebensweise und Ernährung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vielleicht wg. der Krankenversicherung, die teilweise Raucher und Übergewichtige ausschließt (korrigiere mich, wenn ich hier etwas falsches schreibe). Uns ist aufgefallen dass auf den Speisekarten, auch in den Diners vermehrt Low-Fat Gerichte auftauchen.
    Ui, jetzt habe ich aber viel geschrieben 😀 😀 😀
    Liebe Grüße aus Deutschland
    Katharina

  6. Hallo Sammy,
    danke für Deine aufklärenden Erläuterungen, denn so manches wird mit Sicherheit oft falsch gesehen oder vermutet. Deine Ausführungen machen mir klar, wie wenig ich doch über Dein Land und Deine Leute weiß. Ich mag Deine Offenheit, Dinge anzusprechen und zu erklären.
    Leider ist das Leben viel zu kurz, um alles kennen zu lernen, aber vielleicht ist es mir irgendwann einmal vergönnt, Dein Land als Tourist besuchen zu können.
    Ludger hat schon sehr viel über Amerika in seinem Blog geschrieben und ich verfolge auch seine Seite immer mit großem Interesse.
    G. l. G. Jochen

  7. Die Deutschen machen sich über Eiswasser lustig?
    Das mit dem Rasenmähen finde ich ja sehr interessant.
    Die Größe, ja, das stelle ich mir sowieso alles so riesig vor, und so weite Strecken und alles. Ich war ja noch nie dort, deshalb ist das für mich ganz weit weg.
    Liebe Grüße!

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