KULTURSCHOCK USA TEIL 1

ihr habt mich gebeten, doch ein wenig ueber den alltag hier in den USA zu schreiben. dem moechte ich gerne nachkommen in dem ich euch erklaere was Amerika von Deutschland unterscheidet. ich nenne es “Kulturschock USA ” denn fuer viele touristen die zum ersten mal hier rueber kommen um urlaub zu machen, mag unser land ein wirklicher kulturschock sein. (aber macht euch nichts draus, mir ging es naemlich nicht anders als ich nach deutschland kam um mit meinen eltern dort dreieinhalb jahre lang lebte. ich musste mich an sooo vieles gewoehnen was mir fremd und mitunter auch ziemlich unverstaendlich war, zum beispiel dass sonntags alle geschaefte geschlossen hatten und dass ich samstags in die schule gehen musste….)   okay, ich will mal mit dem thema “ohne auto geht gar nichts” anfangen

auf den bus zu warten lohnt sich meist nicht in den USA – abgesehen von Grossstaedten wie New York, wo das oeffentliche verkehrssystem wirklich sehr gut ausgebaut ist. zwar existieren auch in laendlichen gegenden bushaltestellen, nur meist leider ohne bus, wartende menschen sind hier auch eher selten zu sehen. genauso wenig wie gehwege. zu fuss unterwegs sind wir Amerikaner hoechstens beim wandern im Nationalpark oder auf dem weg vom oder zum parkplatz  😀 das auto ist  unser “ein und alles”. das liegt aber nicht allein an den geografischen dimensionen unseres landes,  auch den nah gelegenen briefkasten fahren wir lieber mit dem auto an, am liebsten ohne auszusteigen. (hab ich euch ja schon mal erzaehlt, dass ich das manchmal mache 🙂 fuer uns bedeutet das auto freiheit und unabhaengigkeit. „On the road“ sein symbolisiert , unterwegs und damit in bewegung zu sein – auf dem weg nach oben in richtung persoenlichem „American Dream“ dabei ist aber keine Eile geboten 😉 zumindest nicht auf der strasse1 im verkehr bewegen wir uns sehr hoeflich und vor allen dingen  ruecksichtsvoll. an vielen kreuzungen sind alle einmuendungen mit stopschildern versehen, die die verkehrsteilnehmer zum anhalten und sich verstaendigen sozusagen zwingen.

Straßen, Autos, Verkehr

autofahren ist sehr leicht und ueberhaupt nicht anstrengend bei uns hier drueben. die strassen sind alle fuer riesige autos gebaut. die autos sind auch viel weicher gefedert, als in deutschland, und haben fast alle automatikschaltung (automatic, gangschaltung heisst: stick shift) und klimaanlage. in manchen gegenden werden automatisch die tueren verriegelt, sobald man auf D(rive) schaltet. das ist so eine art vorsichtsmassnahme, die vor ueberfaellen schuetzen soll. dazu noch ein tip: in grossstaedten und unsicheren gegenden beim anhalten an ampeln nie zu dicht zum vordermann auffahren, damit man nicht festhaengt, falls doch mal eine zwielichtige gestalt auf einen zukommt. manchmal sitzt der automatikschalthebel am lenkrad; dann gibt es auch keine handbremse, sondern nur eine fuss-feststellbremse links unten. so kann vorne sogar eine dritte person mitgenommen werden. oft gibt es einen tempomaten (cruise control) mit dem sich eine geschwindigkeit einstellen laesst, die der wagen dann automatisch haelt.

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7 thoughts on “KULTURSCHOCK USA TEIL 1

  1. Viele Sachen dauern ewig bis sie sich hier endlich etablieren. Unter anderem das Automatikgetriebe. Schrieb ich schon mal in einem Kommentar. Toll die Sache mit der Verriegelung. Tempomat ist auf Autobahnen schon eien tolle Sache. “Drive in” kommt ja schliesslich von euch. Neu kommen hier jetzt Drive in Apotheken. In Bochum im Hanniball Center wurde vor Wochen eine eröffnet. Postkästen stehen zu weit von der Strasse entfernt, Oft pappen sie auch an Hauswänden, also aussteigen ist da schon angesagt.
    Ich danke dir für deine tollen Berichte ❤
    Liebe Grüsse kkk

  2. Wir fahren in Deutschland auch gerne mit dem Tempomat, wenn die Straße es zulässt, es schont das Auto, den Spritverbrauch und die Nerven. Automatik ist auch immer schön zu fahren, bei Neuanschaffung hatten wir sogar darüber nachgedacht umzusteigen.
    Das mit dem Abstandhalten an der Ampel ist mir neu, muss ich mir merken und evtl. mein USA-ABC anpassen. Vielen Dank für diese Info.

  3. Bei uns ist die Verkehrsdichte inzwischen so groß, dass Autofahren oft sehr stressig ist und keinen Spaß mehr macht. In den Innenstädten gibt es aber inzwischen überall Fußgängerzonen und viel fahren sogar wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit.
    Grüßle Bellana

  4. Tempomat hätten wir auch haben können, wollten wir aber nicht.
    Wir haben immer noch Schaltgetriebe.
    Ja, bei euch darf man nicht so schnell fahren.
    Aber dass es keine Gehwege gibt, das würde mit schrecklich stören. Davon hatte Vivi mal geschrieben, als sie in Denver war. Sie war spazieren und wurde von einem Wachmann angesprochen, was sie denn da tue….

  5. Automatic mag ich hier nicht gerne…aber entspannter ist das Autofahren bei euch sicher, viel mehr Platz… bis auf die zwielichtigen Gestalten…aber Anhalter nehme ich auch nicht mit, das ist mir nicht geheuer… 😉
    Schön, dass du über den Alltag schreibst!
    Liebe Grüße
    Ute

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