POSTITIVE UND NEGATIVE ERFAHRUNGEN

das thema auswandern hatten wir ja schon. nun moechte ich auch noch mal etwas ueber austauschschueler schreiben und euch ein paar videos darueber zeigen. ich hoffe, dass ihr sie bei euch drueben sehen koennt.

als austauschschueler kann man mal ein jahr lang in ein fremdes land, in eine andere kultur  “reinschnuppern” fuer schueler wirklich ideal, denn es ist kein ewig aufenthalt, als wenn man den plan hat, fuer immer in ein fremdes land auszuwandern, was oft mit sehr vielen schwierigkeiten verbunden ist.

wer kein austauschschueler sein kann bzw. will, kann ja auch mal das “au pair” programm probieren. auch da lernt man viel vom lebenstil einer anderen kultur kennen.

nicht jeder hat nur positive erfahrungen hier drueben gemacht, doch die meisten austauschschueler fanden es toll, mal ein jahr lang hier drueben zu leben und hier zur schule zu gehen und den easy lifestyle von uns amerikanern kennenzulernen.

ich selbst war zwar nie eine austauschschuelerin, in dem sinne, aber ich durfte eine deutsche schule besuchen, das kam eben dadurch, dass  d mein dad damals in den 70’er jahren, dreieinhalb jahre in deutschland stationiert war und meine deutsche mutter unbedingt darauf bestand, dass ich eine deutsche schule anstelle einer amerikanischen besuchen sollte. anfangs habe ich ihr das sehr uebel genommen, denn es war verdammt schwer fuer mich, mich in einer deutschen schule zurecht zu finden. alles war total anders, meine mitschueler empfingen mich nicht gerade mit offenen armen, ich wurde verspottet,(wegen meiner  damals etwas zu auffaelligen kleidung und  meinem namen)

ich wurde eher als aussenseiter behandelt. wir wohnten damals in einer kleinstadt in Baden-Wuerttemberg, da ging alles noch sehr altmodisch und sagen wir mal etwas steif zu. leute waren meiner meinung nach anfangs sehr unnahbar, und es hat lange gedauert bis man wirklch freunde fand. ich kann es euch nur so erzaehlen wie ich es  damals empfunden habe. ich war zu der zeit ein teenager, 14 jahre alt, weit weg von meiner heimat und  meinen freunden, es war unheimlich schwer. es verging kein tag an dem ich nicht geweint habe. ich waere so viel lieber auf eine amerikanische schule gegangen, das waere mir so viel lieber gewesen. aber meine mom liess nicht locker, sie meinte es waere gut fuer mich eine deutsche schule zu besuchen, um richtig deutsch schreiben zu lernen. tja, wenn es nur um’s deutsch schreiben lernen gegangen waere….

ich hatte enorme schwierigkeiten meine mitschueler zu verstehen, obwohl ich doch gut deutsch konnte, aber natuerlich keinen dialekt. und meine mitschueler sprachen im grossen und ganzen nur dialekt. ich hatte mich noch nie so einsam und so fremd gefuehlt wie damals.

 

meine schwester hielt es auf der deutschen schule ueberhaupt nicht aus. da war mom easygoing und hat sie auf die amerik. schule in der amerik. kaserne ueberwechseln lassen. aber das kam auch nur durch einen miesen vorfall, der meiner schwester in der schule passiert ist.

ich hasste jeden tag an dem ich in die schule gehen musste. ich kann euch gar nicht beschreiben wie sehr ich diese tage hasste. und dann auch noch samstags gehen zu muessen war fuer mich total unverstaendlich. es hat lange gedauert bis ich endlich freunde fand aber von da an wurde mein leben in der deutschen schule viel  ertraeglicher, schoener, interessanter und vielfaeltiger. aber man muss zurueck denken, ich war in den 70’er jahren in einer deutschen schule, da wurden auslaender noch nicht so willkommen geheissen wie das vielleicht heute  eher der fall ist. alles was auslaendisch war, war damals unheimlich fremd und die leute in einer kleinstadt waren  da eher misstrauisch, und zurueckhaltend. es war also sehr schwer anschluss zu einheimischen in dieser zeit zu finden. fuer meine mutter natuerlich nicht, denn sie war ja deutsche, aber sie wurde auch von ein paar leuten misstrauisch behandelt, denn sie war ja mit meinem dad, einem “ami” verheiratet. und man nannte sie nur die “amifrau” in der nachbarschaft. und uns maedels wir wurden die “amimaedchen” genannt.

ich habe deutschland erst ganz langsam lieben und schaetzen gelernt. obwohl ich doch in fruehen kinderjahren in meinem  leben oefters in deutschland zu besuch war, meine grosseltern und all die verwandtschaft haben wir damals immer besucht. aber einen besuch in der heimat meiner mutter zu machen oder dort  zu leben, waren zwei ganz verschiedene welten.

es war unheimlich schwer, aber dennoch auch sehr bereichernd. ich habe deutschland  nach zwei jahren aufenthalt in mein herz geschlossen und habe sogar heute noch oftmals sehnsucht nach good ol’ Germany.

als wir wieder in die Staaten zurueck mussten, hatte ich noch lange zeit ein sogenanntes heimweh nach deutschland. und ich bin fast alle zwei jahre rueber geflogen um meine verwandten zu besuchen.

 

ich war nach 9/11 nur noch zwei mal in deutschland und als Bush an der regierung war, war ich in deutschland als Amerikanerin so gar nicht gerne gesehen. ich wurde bloed angemacht, man sah mich schief an, warf mir manchmal boese blicke zu, beschimpfte oder verspottete  mich sogar, auf jeden fall war das nicht das deutschland an das ich mich so gerne erinnerte. es hatte sich alles so veraendert. die meisten deutschen waren amerikanern gegenueber eher feindlich gesinnt. fuer mich war das wie ein schlag ins gesicht. ich hatte mit all dem politischen kram doch gar nichts zu tun, wollte doch nur meine deutschen verwandten besuchen, wurde aber wie jemand behandelt der aus einem feindland kam. einfach schrecklich!  und das tat mir sehr weh.

ich wollte dann nicht mehr nach Germany fliegen, einerseits aus angst vor rejection und hass  und andererseits weil meine schoenen erinnerungen an meine damalige  deutschlandzeit  in tausend scherben gehen wuerde.

und heutzutage ist mir der flug einfach zu lang. ich fliege nicht mehr gerne weite strecken, was mir frueher kaum was ausgemacht hat. und wie gerne wuerde ich doch noch mal alles wiedersehen, vor allen dingen den ort in dem wir damals gelebt haben und ich wuerde so gerne staedte besuchen die ich noch nicht kenne wie z.B. Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig,  usw.

am geld liegt es nun nicht, ich koennte jederzeit rueberfliegen, es ist nur der ewig lange unbequeme flug, die zeitumstellung, der jetlag, und die ganzen  umstaende wie kontrolle usw.  am flughafen.

 

so, nachdem ich euch zum hundersten mal :mrgreen: von meinen deutschlanderfahrungen berichtet habe, moechte ich euch die videos von deutschen austauschschuelern die in die  USA gekommen sind, zeigen. ich hoffe ihr koennt die videos abspielen. viele videos sind leider gesperrt und das ist wirklich sehr schade.

 

 

 

 

 

 

 

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8 thoughts on “POSTITIVE UND NEGATIVE ERFAHRUNGEN

  1. Ich habe keine Kinder und kann somit nicht direkt mitreden.
    Aber sicher sind die Jugentlichen heute viel offener ..als
    früher..

    Ich bin ja aus völlig anderen Gründen ausgewandert (ich war nur 15 Jahre) und völlig alleine in einen für mich damals total fremden Land. Ich spreche ja heute völlig akzentfreies schwedisch.
    Deutsch versuche ich durchs Netz (Blogg etc) zu erhalten.

    Aber ich hatte dennoch nicht die Absicht damals wieder zurück zu kehren..nach Deutschland..
    Jetzt bin ich so eingefleischt hier in Schweden 🙂

    Aber es war sehr schwer für mich, denn damals wurden alle
    Deutschen (egal welchen Alters) als Nazis betrachtet..das war ja kurz nach dem 2.Welt-Krieg..also kein Wunder..

    Das hat sich zum Glück total geändert, die Schweden reisen viel
    in alle Welt und sind somit viel offener als früher..

    Liebe Grüsse
    Elke

  2. Kinder können richtig grausam sein…

    Das Austauschprogramm ist eine gute Sache und ich kann nur jedem empfehlen, sich dort einzuschreiben.

    Egal ob für England, USA, Kanada oder was weiss ich wohin. Kultur und Menschen sind überall interessant.

    Lieben Gruss ❤

    1. @ die 3 kas

      ja, stimmt, es ist ueberall interessant und die jungen leute sammeln sodurch viele erfahrungen und es macht sie auch viel weltoffner und obendrein noch selbstaendiger.
      du sagst kinder koennen grausam sein. ja, das sind sie. aber mit 14 ist man doch kein kind mehr, da ist man ein jugendlicher, ein teenager und da sollte man schon etwas mehr grips im kopf haben. aber ich denke jetzt mal, damals waren die kids nicht so aufgeschlossen auslaendern gegenueber als wie heutzutage oder irre ich mich da jetzt etwa? ich denke heutzutage sind viele offener und toleranter als in den 70’er jahren

      1. Mein Reden mit 12 Jahren spätestens wissen die ganz genau was die tun, meiner Meinung nach schon eher. In Deutschland gilt allerdings bis mindestens 25 die Jugendstrafe, manchmal noch länger. Höchststrafen gibt es quasi gar nicht mehr und eine Bewährungsstrafe Jagd die nächste, da kann man scheinbar wie Rabattmarken sammeln *grummel motz*
        Grips haben, na das Niveau liegt hier mit den neuen Facharbeitern und deren Nachwuchs knapp über Knäckebrot.
        Unsere Kids sind aufgeschlossener, ist doch logisch die wachsen damit auf, kennen es gar nicht anders, Nur wenn etwas passiert und das ist ständig, dann werden ein paar wenige wach.
        Man soll nicht alle über einen Kamm scheren, aber was hier neuerdings abgeht, ist wirklich der Gipfel. Die Presse hält die Leute dumm. Egal on Printmedien oder TV, alle schreiben entweder nichts oder nicht die Wahrheit und die ganzen Gutmenschen wollen das nur zu gerne glauben…

          1. Nicht aus den meisten EU Ländern, sondern eher aus Länder wo die allgemeine Bildung sehr niedrig ist.
            Natürlich auch Türken, aber eben mehr die Moslemischen. Aber hier werden ja aus Osteuropa Leute on Mass reingeschleust, weil die ja total billig sind. Oder Inder… Als wenn wir selber nicht genügend Arbeitslose Fachleute hätten. Aber die Industrielobby wiill ja verdienen ohne Ende und deshalb sollen wir Fachkräfte mangel haben. Wenn das also in “” steht, meine ich immer Facharbeiter die wir gar nicht brauchen oder gar kriminelle 😉

              1. nein keine Mail…

                Hier ist alles vertreten multikulti… ich frag mich wie lange das noch gut gehen soll. Aber nun spinnt ja erst mal der Russe und ich denke der zettelt den nächsten Krieg an *heul* und ich dachte der nächste Krieg wird ein Glaubenskrieg…

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