Monthly Archives: November 2014

KLEINE PAUSE

da meine zeit momentan sehr knapp bemessen ist, muss ich hier eine kleine pause einlegen. bei uns geht’s gerade ziemlich chaotisch zu.

ich lass euch aber noch ein kleines  doo-whop liedchen hier,aus den 50’ern, was ja sowieso meine music ist.

das lied “peanut” koennt ihr nun in x -verschiedenen variationen hoeren, am besten gefaellt mir ja das erste mit dem suessen hundchen und dann noch das mit dem” peanuts cartoon” viel spass beim schauen/hoeren!

 

nun lasst’s euch gut gehn bis zum wiederlesen!

 

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NOSTALGIE DIE 11. LAUTET SCHULE

das letzte nostalgie project von der lieben Doro habe ich leider verpasst. heute will ich auch wieder meinen beitrag hinzusteuern, zumal es um das thema schule geht und ich da so einiges dazu zu sagen habe. leider geht’s mir so wie der lieben 3 kas, dass ich keine fotos zeigen kann, ich weiss nicht wo die alle abgeblieben sind. wir sind sooo viele male umgezogen, durch’s ganze land, da ist so einiges verloren gegangen. vielleicht habe ich ja noch fotos, aber die sind nicht in alben eingeklebt, sondern sind in plastic tueten und mit vielen  anderen dingen  auch in  kartons verstaut,  die wir nach unseren letzten umzuegen nie ausgepackt haben, da wir keinen platz hatten. ich denke aber, dass die meisten fotos noch zu hause sind in Californien. aber hundertprozentig kann ich es jetzt nicht sagen…

 

ich bin ja hier in Amerika eingeschult worden und ich will gleich mal dazu sagen, dass es bei uns hier drueben keine “zuckertueten” gab/gibt.

zuerst moechte ich euch ein bisschen was ueber das amerikanische schulsystem erzaehlen, das ja so ganz anders ist als das deutsche. ich bin aber als mein dad nach deutschland versetzt wurde, drei jahre lang in eine deutsche schule gegangen. ein wunder, dass ich das ueberlebt habe. das war fuer mich der reinste horror. aber davon berichte ich spaeter. jetzt will ich euch erst mal ein bisschen was ueber’s amerik. schulsystem berichten, eben fuer diejenigen die es interessiert.

diejenigen die das nicht so interessiert, koennen  runter scrollen bis die fette ueberschrift “meine schulzeit in deutschland” zu sehen ist.

das amerikanische schulsystem:

hier in Amerika gibt es oeffentliche und private schulen. ein schuljahr besteht aus “2 Terms” und dauert von august bis juni. jedes halbjahr erstreckt sich ueber ca. 5 monate.  in oeffentlichen schulen ist es nur sehr selten eine  schuluniform tragen zu muessen, an privaten schulen ist das jedoch meistens pflicht.

das amerik. schulsystem besteht aus 12 klassen. es beginnt mit der einschulung in die  elementary school (grundschule) danach besucht man die middle school, in manchen Bundesstaaten auch junior high school genannt,  danach folgt die senior high  school. hier werden die kids jedoch nicht wie in deutschland in drei unterschiedliche schultypen unterteilt, sondern  alle besuchen die “High School.”

dort werden sie je nach koennen von den Lehrern unterstuetzt, damit auch  langsamere schueler nicht auf der strecke bleiben. auf der high school gibt es vier klassen und die schueler fangen als  freshman an, nachdem sie ihr freshman year absolviert haben, werden sie Sophomore genannt, dann junior, und danach senior. die senior schulzeit betraegt von der 9. bis zur 12. klasse und in jedem semester werden neue faecher/kurse gewaehlt. jeder schueler belegt je nach schule zwischen 6 und 8 faecher und hat taeglich den gleichen stundenplan.pflichtfaecher sind zum beispiel mathe, englisch, US geschichte und danach hat ein schueler sehr viele interessante kurse die  er waehlen kann, wie z.B. journalismus, fotografie, psychologie, anatomie, etc.  ein schultag beginnt um 8 uhr morgens und endet um 3 uhr nachmittags. nach der schule kann man tag-taeglich noch extra kurse besuchen, um die zeit mit seinen mitschuelern und freunden zu verbringen. dazu zaehlen dann verschiedene sportangebote und auch cheerleading, oder music und kunstkurse, sowie viele clubs.

in jedem klassenzimmer haengt die amerikanische flagge und bevor der unterricht beginnt, sagen die schueler zuerst die “pledge of allegiance” und halten dabei die rechte hand auf’s herz, waehrend der blick auf die flagge gerichtet ist.

pledge of allegiance (treue schwur)

“I pledge allegiance to the Flag of the United States of America, and to the Republic for which it stands, one Nation under God, indivisible, with liberty and justice for all.”

wenn die schueler dann ihren schulabschluss bekommen, sind sie 18 jahre alt. danach geht’s entweder auf ein college oder  man geht arbeiten.

 

meine schulzeit in deutschland

 

 

meine schulzeit in deutschland war anfangs der reinste horror fuer mich. ich haette eigentlich in der amerikanischen kaserne in der mein dad damals in den 70’er jahren stationiert war, eine amerikanische schule besuchen koennen, aber meine deutsche mutter bestand darauf, dass ich und meine schwester eine deutsche schule besuchen muessen, denn wir sollten nicht nur deutsch sprechen koennen, sondern auch deutsch schreiben lernen. uiii, das war schwer. ein bisschen uebung hatte ich ja, aber es hat halt doch einige zeit gedauert bis ich im unterricht  dann auch mithalten konnte. hinzu kam, dass ich von meiner schule her immer alles mit bleistift geschrieben habe. das macht man hier drueben allgemein so. in deutschland musste ich mich an einen “fueller” gewoehnen. das war vielleicht komisch, ich habe damit beim besten willen nicht schreiben koennen. und das patronen wechseln das war auch so eine sache fuer sich. da habe ich mich anfangs immer mit tinte beschmiert und war natuerlich sofort der spott der ganzen klasse. und wenn das patronenwechseln mal mitten im diktat stattfand, das war dann erst mal so richtig  stress fuer mich.

ich fand es ausserdem auch sehr ungewohnt, mit andern schuelern meinen tisch teilen zu muessen. in Amerika hatte ich meinen eigenen kleinen pult.

die lehrer waren eigentlich alle nett zu mir. meine mitschueler weniger. anfangs, als ich neu in die klasse kam, wurde ich von anfang an verspottet, erstens mal wegen meinem ungewoehnlichen namen (wer hiess schon Samantha) und zweitens, weil ich andere klamotten trug, die so ziemlich amerikanisch aussahen, das hat man damals sofort gemerkt weil es eben  ziemlich auffaellig und anders war. drittens wurde ich gehaenselt, weil ich meine mitschueler nie verstehen konnte, denn die sprachen unter sich den hohenlohischen dialekt und ich stand da und verstand nur bahnhof. mein deutsch war hochdeutsch, ohne dialekt, und ich hatte einen klitzekleinen amerik. akzent. da hat man mich oft nachgemacht. anfangs habe ich jeden tag nur geheult und ich wollte nicht mehr in die schule gehen. meiner schwester ging es noch viel schlimmer als mir und als man ihr  mal mitten im unterricht den pferdeschwanz abgeschnitten hat, durfte sie auf die amerikanische schule ueberwechseln, waehrend ich auf der deutschen schule bleiben musste. ich musste mich durchkaempfen und habe es mit der zeit dann auch langsam geschafft im unterricht mitzukommen, ein bisschen dialekt zu lernen und mich mit ein paar mitschuelerinnen langsam aber sicher anzufreunden. es hat lange gedauert. spaeter dann als die dienstzeit  meines dads in deutschland dann so langsam zu ende ging,  ist es mir unheimlich schwer gefallen, abschied von der deutschen zu nehmen. ich wechselte  naemlich das letzte halbe jahr auf die amerikanische schule ueber, damit ich wenn wir wieder nach Amerika gingen, schnell wieder in der schule drueben fuss fassen konnte.

ich habe viel in der deutschen schule gelernt, spaeter hat mir der unterricht echt spass gemacht, aber ich hatte trotz allem einige richtige hassfaecher wie zum beispiel mathe. da wir hier drueben das rechnen gaaanz anders lernen, hatte ich schwierigkeiten mich an das deutsche mathe system zu gewoehnen. erstensmal sagt man die zahlen ja ganz anders herum als im englischen. beispiel 24….in deutschland nennt man die 4 zuerst und dann die 20

im englischen nennt man die 20 zuerst und dann die 4! da muss man doch durcheinander kommen. ausserdem multiplizieren wir ganz anders als in deutschland. ja, all das hatte mir damals  ganz schoen schwierigkeiten bereitet. pfui teufel was habe ich mathe gehasst.

aber die faecher die fuer mich am allerschlimmsten waren  waren “handarbeit und sport” meine guete, in der handarbeitsstunde hatte ich zwei linke haende. meine mom musste meine projekte meistens fertig machen, damit ich wenigstens eine okay note bekam, oder manchmal liess sie es von einer schneiderin fertig naehen. ja, das war beschiss, ich weiss, aber ich haette hundertmal lieber eine schlechte note eingesteckt als mich selbst mit dem scheiss abzumuehen, den ich sowieso so sehr gehasst habe.

beim turnen oder sagen wir jetzt mal lieber sport habe ich total versagt, denn ich war von anfang an keine sportskanone. an meiner deutschen schule musste man nicht mitturnen, wenn man seine regel hatte und stellt euch mal vor, wie oft ich meine regel hatte…. nicht nur einmal im monat :mrgreen:

ich habe mir oftmals eine entschuldigung von meiner mom schreiben lassen, entweder hatte ich meine regel, oder einen verstauchten knoechel oder aufgeschlagene knie, auch mal einen arm in der schlinge….. irgendwas war immer. aber hin und wieder musste ich halt doch am sport teilnehmen. leider gottes 😦 😦 😦  und dass es kein cheerleading team an einer deutschen schule gab, hat mich nicht im geringsten gestoert, das ist meiner schwester eher sauer aufgestossen, denn sie wollte immer ein cheerleader sein und die try outs machen, ob sie aufgenommen wuerde. da es das in deutschland aber nicht gab, war sie sehr enttaeuscht, und erzuernt zugleich. aber sie bekam ja dann ihren wunsch doch noch, naemlich als sie auf die amerik. schule ueberwechseln durfte.  sie hat dann die try outs gemacht und das team geschafft und war seitdem cheerleader bis zu ihrem high school abschluss den sie in Amerika machte.

meine lieblingsfaecher an der deutschen schule waren deutsch, erdkunde, biologie, und kochen . beim kochen war ich die beste  und meine lehrerin nannte mich spasseshalber immer “oberdampfkoechin” weil ich mit soviel begeisterung ans kochen ging. und backen hat mir auch immer sehr viel spass gemacht.

in deutsch war ich auch immer recht gut. bio hat auch spass gemacht. geschichte nun weniger, war aber okay. was ich gar nicht interessant fand waren physik und chemie. diese faecher fand ich ja so stink langweilig.  wir hatten nur zweimal in der woche nachmittags unterricht. das fand ich sehr sehr komisch, da ich von Amerika her gewoehnt war, dass man jeden tag bis 15 uhr unterricht hatte. dann fand ich es fuer unmoeglich, dass es in der deutschen schule keine cafeteria gab. man ging also nach hause zum mittag essen. fuer mich war das so ungewohnt. aber zum glueck wohnten wir nicht in der amerik. kaserne, die 3 km ausserhalb der stadt lag, sondern wir wohnten mitten in der stadt und so konnte auch ich ueber mittag nach hause gehen.

einmal haben wir eine dreitaegige klassenfahrt nach Bonn gemacht. wir durften in den bundestag und zuhoeren.fuer mich war das natuerlich aufregend und sehr  interessant . auch hat meine klasse dann auch noch einen abstecher nach Ruedesheim am Rhein gemacht und das  hat mir am allerbesten gefallen. wir hatten unheimlich viel spass, ganz besonders in der drosselgasse 😉 da durften wir naemlich mal kurz am wein nippen 😀 unserer lehrerin haben wir natuerlich auch noch einen kleinen streich gespielt. sie hiess “Fraeulein Fisch” und wir haben einen fisch besorgt und haben ihn ihr heimlich ins bett gelegt. aber so, dass sie ihn nicht sehen konnte…..sie musste den kalten fisch naemlich fuehlen, als sie unter die bettdecke kroch und ihre fuesse ausstreckte, da lag das tote kalte glitschige fisch-chen.  die hat gekreischt kann ich euch sagen, wir haben sie zwei zimmer weiter gehoert 😀

tja, nun fragt mich bloss nicht, wessen kindische idee das wieder gewesen ist, der lehrerin so einen fiesen steich zu spielen. na, koennt ihr’s euch denken?  klar doch, das war ich natuerlich! als kind habe ich schon meiner verhassten tante mal eine schlange ins bett gelegt, als sie uns in Amerika besuchen kam. und spaeter dann im teenager alter in der deutschen schule war es ein fisch, den ich meiner ungeliebten lehrerin ins bett gelegt habe. wir haben uns damals tot gelacht.  das fraeulein Fisch allerdings sah keinen grund zum lachen und wollte wissen wer das war. keiner hat gepetzt und weil wir alle so gut zusammen gehalten haben, gab es nach rueckkehr von unserem trip erst mal eine saftige strafarbeit fuer die ganze klasse.

ich war auch diejenige, die die lehrerin in der schule oefters geaergert hat. einmal malte ich einen fisch an die tafel und schrieb darunter : “so ein dingsbums da von fisch gibt’s bei uns recht oft zu tisch” unsere lehrerin wurde rot vor zorn als sie die tafel aufklappte und das lesen musste.

und nun moechte ich euch noch kurz erzaehlen, was ich in der deutschen schule am schlimmsten fand. naemlich dass man auch samstags in die schule gehen musste, wenn auch nur von 8 bis 12 uhr, aber immerhin fand ich das saudoof, denn samstags wollte ich mit meiner familie dinge unternehmen. meine eltern mussten immer warten, bis ich aus der schule kam, damit wir weg fahren konnten, in andere staedte zum beispiel um dort in der kaserne einkaufen zu gehen, denn in groesseren staedten so wie Stuttgart und Nuernberg gab es eine groessere kaserne und somit auch groessere amerik. geschaefte und viel mehr auswahl als das was “unsere kaserne” zu bieten hatte. einige male habe ich die schule samstags auch geschwaenzt 😉

das enttaeuschendste fuer mich in einer deutschen schule war, dass es kein yearbook gegeben hat so wie bei uns in Amerika und auch keinen schulring/klassenring

http://en.wikipedia.org/wiki/Yearbook

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Class_ring

 

nach meiner deutschen schulzeit habe ich nie wieder einen fueller benuetzt, denn in amerik. schulen wurde alles nur mit bleistift geschrieben. und meine letzten schuljahre habe ich ja  in Amerika absolviert.